Geschichtsunterricht von Morgen

Mai 28, 2007

inspired by: Weblog «edublog-phr» „Förderpreis für Florian A. Schmidt (2006): Parallel Realitäten“ vom 09. Mai 2007

Florian A. Schmidt: Parallel Realitäten. Designkritische Texte Wilhelm Braun-Feldweg Förderpreis

Cover

Bibliographische Angaben:
Florian A. Schmidt: Parallel Realitäten
Zürich, 1. Auflage, 2006, Niggli Verlag
ISBN-13: 978-3-7212-0607-4

Florian A. Schmidt (Student an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee) erhält für seine Arbeit „Parallell Realtitäten“ den Wilhelm-Braun-Feldweg-Förderpreis für designkritische Texte. Schmidt untersucht die Risiken und das Potential von MMORPG´s (z.B. Second Life und World of Warcraft).

Dabei behandelt er auch die Möglichkeiten des Geschichtsunterrichts in einer nicht allzu fernen Zukunft (S. 78ff.):

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und auch bereits Feldversuche, die 3D-Plattformen für das E-Learning einzusetzen. Die Hausaufgaben für den Geschichtsunterricht von Morgen könnten etwa folgendermassen lauten:

„Logge dich auf dem Server ‚antikesRom.edu‘ ein, bilde Teams mit Deinen Klassenkameraden und suche die geheimen Aufzeichnungen von Julius Cäsar. Die Bewohner Roms werden Dir bei der Suche behilflich sein, doch sie sprechen nur Latein. Welches Team ist das schnellste?“

Archäologen und andere Wissenschaftler aus aller Welt könnten ihre Forschungsergebnisse auf zentralen, frei zugänglichen Servern als Modelle anlegen und der Bildung, aber auch anderen Forscherteams, zur Verfügung stellen. Es entstünde eine perfekte Symbiose.

aus der Rezension von H. Kirsch bei Amazon:

Online-Computerspiele wie „Second Life“ und „World of Warcraft“ werden hier wohl erstmals unter gesellschafts-, wirtschafts- und designkritischen Aspekten analysiert und bewertet. Ein bisher (noch) eher unerwarteter Ansatz.

Wer hinter all dem eine nüchterne und trockene Abhandlung vermutet, der irrt! […] Er fasst leicht verständlich und überzeugend eine Entwicklung zusammen, die immer wieder für große Überraschungen gut ist und er integriert in seine Arbeit […] Analysen, die […] fast zeitgleich zu seiner Arbeit erschienen sind!

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blogito ergo sum – das veränderte Posting-Verhalten gestreßter Blogger

Mai 26, 2007

inspired by Scholarship 2.0 von Torsten Meyer vom 24. Mai 2007

Mein Posting-Verhalten verhalten hat sich im Laufe der Zeit verändert. Während ich am Anfang (Oktober 2006) eher fremde Artikel kurz präsentiert habe, ist im Laufe der Zeit der eigene Anteil an den Posts gestiegen. Die ersten posts habe ich nicht wirklich für andere Personen geschrieben. Es waren eher ein- bis zweizeilige Anmerkungen zu fremden Artikeln oder News. Vergleichbar mit dem „notes“-feld bei del.icio.us:

notes.jpg

Doch nach den ersten 1000 Besuchern war mir klar, dass ich nicht für nur mich schreibe. Es interessieren sich noch andere für die Themen „serious games“ and „game-based learning“. Dies führte dazu, dass ich für meine eigenen Beiträge mehr recherchieren wollte bevor diese gepostet werden sollten. Dieser Umstand führte widerrum dazu, dass sich in meinem Dashboard derzeit ca. 30 angefanfene Beiträge befinden und auf einen Abschluss warten.
posts2.jpg


Leider war es im letzten Monat recht ruhig auf diesem Blog, aber ich habe mich dazu entschlossen, nun endlich die Beitragsentwürfe zuveröffentlichen. Aber wahrscheinlich ist mindestens ein Drittel jetzt schon veraltet und überholt und gehört eher in den Papierkorb…

Außerdem gäbe es auch einiges neues zu berichten:

  • Im Sommerssemster 2007 läuft an der TU Darmstadt die Vorlesung „Serious Games“ (zum Vorlesungskommentar)
  • In Berlin wird das „Netzwerk Serios Games“ gegründet und soll „die innovativsten Unternehmen aus den Bereichen Games und Entertainment Technologien zusammen zu führen und ihre Kompetenzen und Potenziale unter Einbindung assoziierter Partner zu bündeln, gemeinsame Projekte zu initiieren und erfolgreich umzusetzen.
  • Die Diskussion zur Online-Ringvorlesung „Game-based-learning“ wurde am Freitag den 25. Mai abgeschlossen.

  • Pressefreiheit und Freiheit der Forschung in Second Life

    März 7, 2007

    Es gibt einen interessanten Bericht im Second Life Herald über die Pressefreiheit und und Freiheit der Forschung in Second Life.
    Dabei wird über eine Aussage von Linden Lab berichtet:

    If you are engaged in a classroom or research project, or plan to write about the Second Life community as part of your project you must contact Linden Lab via email at education@lindenlab.com. Please send a detailed proposal for us to review. If we feel you have a valid project, we will alert the community to your proposal. After we hear from the members, we’ll make a final decision on whether/when you can begin. You will be asked to sign an agreement that you will adhere to our mutually agreed-on conditions of your project.

    Diese zitierte Aussage von Linden Lab ist allerdings nicht mehr online…

    Dies scheint ein Vesuch von Linden Lab zu sein „unethisches“ Forscherverhalten in Second Life einzudämmen. So soll beispielsweise ein Professor für Philosophie und Linguistik an der University of Michigan unter dem Vorwand, virtueller Journalist zu sein, in Second Life Daten erhoben haben. (mehr)


    The Immigration Debate

    Dezember 29, 2006