Civilization IV und Caesar IV im Geschichtsunterricht

Dezember 16, 2007

Durch die Artikel „Civilization Mods for Teaching History“ vom 05. Dezember  und “
Teaching Ancient Roman History with Civilization IV“ vom 08. Dezember edugamesblog.wordpress.com bin auf den Blog von Shawn Graham gestossen. Graham schreibt in seinem Blog Electric Archaeology: Digital Media for Learning and Research unter anderem auch über die Verwendung von Computerspielen (z.B. Civilization IV, Caesar IV und Roma Victor) im Geschichtsunterricht. Graham ist Archäologe und Dozent für Geschichte und beteiligt sich an dem „Simulating History-Project“ der Brock University. Im Rahmen des Projektes soll das Potential von Serious Games für den Geschichtsunterricht erforscht werden.

In dem Artikel „Vespasian, Civ IV, and Intro to Roman Culture“ vom 12. Mai 2007 auf planetcivilization.gamespy.com beschreibt Graham die Probleme bei seinem Einsatz von Civilization im universitären Geschichtsunterricht. Er hatte vor, den Studenten die Möglichkeit zu bieten, anstatt einen Essays zum Semesterende zu schreiben, ein Szenario in Civilization zu spielen. Kaum einer der Studenten endschied für diese neuartige Prüfungsvariante. Graham vermutet, dass seine Studenten zwar wissen wie man einen guten Essay schreibt, doch keiner von Ihnen sich vorstellen konnte, wie eine Prüfung in einem Computerspiel absolvieren oder wie man eine „gute“ Note erhalten könne.

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Serious-Games-Lab

Dezember 16, 2007

via: „NY school opens lab for serious games“ vom 13. Dezember 2007 auf boston.com

An der New Yorker Parsons Design School wird eine Forschungseinrichtung für Serious Games eröffnet. Die Direktorin Colleen Macklin hofft das Serious-Games-Genre so weiterzuverbreiten „Our goal is really to create intersections between game design, social issues and learning„. Als Partner konnte neben Microsoft und think.MTV.com auch Games for Change gewonnen werden. Die Studenten sollen so die Möglichkeit erhalten, Spiele wie „Ayiti: The Cost of Life“ zu produzieren oder auch die Themen von Filme wie „Fast Food Nation“ oder „Eine unbequeme Wahrheit“ als Serious Game umzusetzen.

mehr:


Virtuelle Welten für Lehrer und Schüler

Dezember 16, 2007

via „Make Your Own Online Educational World with VastPark“ auf edugamesblog.wordpress.com

Second Life, Mission Maker, und Thinking Worlds bekommen Konkurrenz: Mit dem Slogan „The ning of of virtual worlds“ wird für VastPark geworben. User erhalten mit VastPark die Möglichkeit eigene Virtuelle Welten zu erstellen und miteinander zu teilen. Das dafür notwendige Creator tool soll kostenlos heruntergeladen werden könnnen.

Derzeit befindet sich die Plattform noch in einem geschlossenem BETA-Test. Allerdings soll noch vor Weihnachten das Creater tool in einem offenen BETA-Test zur Verfügung stehen.

Neben den Social-Network-Plattform Engage.com, Friendster, hi5, Hyves, imeem, LinkedIn, MySpace, Ning, Oracle, orkut, Plaxo, Salesforce.com, Six Apart, Tianji, Viadeo, und XING will sich auch VastPark an Googles und Open Social Initiative beteiligen. Profildaten, Beziehungen zu anderen Anwendern sowie Aktivitäten der Nutzer sollen so zwischen den unterschiedlichen Plattformen ausgetauscht werden können.

So besteht auch für Bildungsinstutionen wie Universitäten und Schulen die Möglichkeit eigene Virtuelle Welten gestalten können und dabei Inhalte und Daten anderer Social-Networks zurückgreifen können.

Zum Thema Web 3.0 habe ich den Artikel „Bewegungsfreiheit zwischen virtuellen Welten“ vom 30. November 2007 auf heise.de gefunden:

Das Ziel ist ein 3D-Internet, das auf gemeinsamen Standards aufbaut. Obwohl es bis dahin noch zahlreiche Fragen zu lösen gibt, ist eine Grundvoraussetzung eines solchen 3D-Internet doch glasklar: Die Nutzer müssen sich frei von einer Welt zur nächsten bewegen können, ähnlich wie man dies heute zwischen Websites tut. […] Wer sich beispielsweise in der virtuellen Version der MTV-Sendung „Pimp My Ride“ ein eigenes Fahrzeug gebaut hat, sollte es auch in der Linden Lab-Welt „Second Life“ vorführen können. Damit das funktioniert, muss der darunter liegende Code in beiden Welten arbeiten.

weitere Virtual World Generators:

mehr zu Open Social:

Eine Überblickskarte der Virtuellen Welten gibt es in dem Artikel „Virtual Universes Landscape“ vom 4. Oktober 2007 auf fredcavazza.net:
virtualuniverseslandscape.jpg


„The Restaurant Game“ lernt von den Spielern

Dezember 8, 2007

Game-bases-learning mal andersrum, Das Spiel „The Restaurant Game“ lernt von den Spielern. Das Spiel wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes am MIT Media Lab mit Hilfe der Torque-Engine entwickelt. Jeder Spieler liefert liefert durch sein Verhalten wichtige Daten für die Forscher. Anhand dieser Daten soll ein neues Spiel produziert werden, dessen KI menschliches Sozialverhalten überzeugender darstellen soll.

Das Spiel kann auf der Website des Projektes kostenlos heruntergeladenwerden (30 MB). Das Spiel dauert ca. 10 Minuten und wird zu zweit gespielt. Man erhält automatisch einen Mitspieler, kann aber zunächst alleine üben. Bisher wurde das Spiel 7171 mal gespiel.

Im Rahmen des Forschungsprojektes ist auch eine Masterarbeit entstanden:

Jeff Orkin. (2007) Learning Plan Networks in Conversational Video Games. Masters Thesis, MIT Media Lab.


serious games für Zeitungsjungen, Barkeeper, Webdesigner und Firmengründer

November 15, 2007

In dem Artikel „Can Serious Games and Immersive Learning Simulations really work anywhere?“ vom 2. November 2007 auf theevilnumber27.wordpress.com gibt Kevin Corti (CEO und Mitgründer von PIXELearning) auf amüsante Art und Weise Beispiele für den Einsatz von serious games.

Kevin Corti bezieht sich dabei auf seine eigenen Lebenslauf und listet seine gesamten bisherigen Jobs auf und präsentiert dazu jeweils Ideen zu serious games, die ihm das Leben und den Job leichter gemacht hätten…

zum Artikel


SeriousPolicy

November 15, 2007

Ergänzend zu meinem Artikel „Im Zentrum der Macht: Politik lernen mit serious games?“ vom 11. November 2007 möchte ich an dieser Stelle das Spiel SeriousPolicy erwähnen, auf das ich durch den Artkel „SeriousPolicy: Serious Games For Citizen Engagement“ vom 14. November 2007 auf elianealhadeff.blogspot.com aufmerksam geworden bin.

SeriousPolicy wurde im Oktober 2007 innerhalb von 2 Wochen von PlayGen Ltd, einem serious games development studio aus London entwickelt.

Das Spiel soll sowohl demonstrieren wie politische Prozesse und Entscheidungsfindungen durch eine virtuelle Welt interessant vermittelt werden können als auch den Spielern verdeutlichen, wie wichtig öffentiche Beteiligung am Entscheidungsfindungsprozess ist.

Im Rahmen der Spielhandlung Spiel treffen dann Tony Blair, Gordon Brown and Paris Hilton, Keira Knightley aufeinander…

Kommentar der Entwickler dazu: „But this isn’t satire. It’s designed as an example of how computer games can be put to serious use – for both citizen engagement and education.

Das Spiel kann kostenlos heruntergeladen werden Die Systemanforderungen sind moderat und dementsprechend läuft das Spiel auch auf etwas älteren Computern.


offizielle Website: www.seriouspolicy.com

Auf der Website von PlayGen Ltd bin ich auf auf das TV-Format Time Commanders , welches von 2003 bis 2005 auf BBC Two lief. Time Commander setzte die Kandidaten mit Hilfe einer modifizierten Engine von Rome: Total War auf diverse antike Schlachtfelder.


Im Zentrum der Macht: Politik lernen mit serious games?

November 11, 2007

Schon durch den Artikel „Politikspiel aus der Genius-Reihe“ vom 25. August 2007 auf educational-gaming.de wurde ich auf das Spiel Genius im Zentrum der Macht aufmerksam. Das Spiel wurde gemeinsam von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Cornelsen Verlag entwickelt.

Aus der Spielbeschreibung:

Der Spieler stellt sich zur Wahl, um Bürgermeister einer kleinen Gemeinde zu werden. Nun muss er lebenspraktische Fragestellungen mit den Regeln des Rechtsstaats und der politischen Grundordnung verknüpfen. Ob Verkehrs-, Wirtschafts-, Bildungs- oder Familienpolitik – er gewinnt zusehends an Erfahrung. Mit politischer Begabung und Menschenkenntnis macht sich der Spieler auf den spannenden Marsch durch die Institutionen.

Beim Besuch der offiziellen Website von Genius ist mir aufgefallen wie altbacken Cornelsen Marketing betreibt. Die 16-46 MB großen Trailer sind nur per Download erhältlich und auch nur im mpg-Format. Schade das man dort anscheinend noch nichts vom flv-format oder Videoportalen wie youtube gehört hat, sonst hätte ich an dieser Stelle den Trailer gepostet. Besonders amüsant finde ich, dass eine Demo des Spiels nur auf CD-ROM erhältlich ist und die muss man dann auch noch per E-Mail bestellen. Da muss man ja schon ziemlich großes Interesse haben. Immerhin wurde das Spiel auf Games Convention in Leipzig am Stand der Bundeszentrale für politische Bildung präsentiert. Leider habe ich auf der Website auch keinen Lehrerbereich ausfindig machen können.

Zum schlechten Abschneiden von Edutainmenttiteln aus der Geniusreihe habe ich bereits in meinen Artikel „Schlechtes Ergebnis für Edutainment-Titel“ vom 7. März 2007 berichtet. In einer Studie von Prof. Dr. Klaus P. Jahnke wurde der Fragestellung nachgegangen, wie und was der Spieler in diesen Spielen lernt…

Das kostenlose Multi-Player-Browserspiel Power of Politics bietet die Möglichkeit gegen mehr als 40.000 andere SpielerInnen anzutreten und in einen Bezirk in Deutschland, Österreich oder der Schweiz eine Politikerkarriere zu beginnen.

Besonders interessant ist die Verknüpfung zwischen Realität und Spielwelt. Denn reale Nachrichten aus der ganzen Welt bestimmen den Verkauf Karriere. Man kann zwischen verschiedenen Themen (Umwelt, Soziales, Wirtschaft, usw.) wählen, welche die Spielfigur in der Öffentlichkeit thematisiert. Abhängig, welche Themen in 120 deutschsprachigen Medien gerade bedeutend sind, wird sich die Popularität der Spielfigur in der Bevölkerung verändern. In dem Artikel „Power of Politics“ vom 9. November auf spielbar.de wird das Spiel vorgestellt.

Ein anderes Beispiel für die Verknüpfung zwischen realen Nachrichten und Spielinhalten habe ich anhand des Spiels Kuma War im Rahmen des Artkels „Iranische Spielperspektiven: “Befreie den Atomwissenschaftler”“ vom 21. Juli 2007 vorgestellt. Die Missionen von Kuma War beziehen sich auf reale Nachrichten.

offizielle Websites: