Ringvorlesung: Games and Beyond – Thema: Serious Games

Gestern war ich auf der Ringvorlesung „Games and Beyond„. Das Thema war „Serious Games“
Als Dozent war Herr Wolters vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware eingeladen.

Aus der Selbstdarstellung des BIU auf biu-online.de:

[…] Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) wurde 2005 in Frankfurt gegründet. Mittlerweile sind 12 Mitglieder im BIU organisiert, die einen Marktanteil von mehr als 80 % am deutschen Computer- und Videospielmarkt repräsentieren. Der BIU ist die Interessengemeinschaft der Anbieter und Produzenten von Unterhaltungssoftware in Deutschland. […]

Der Vortrag hat insgesamt nicht viel neues hervorgebracht, sondern war vielmehr eine grobe Überblicksdarstellung.

Einige der Programmpunkte:

  • Definition und Entstehung
  • Kategorien von Serious Games
  • Ausblick
  • Engagement des BIU

Etwas seltsam habe ich die Definition und die Kategorien von Serious Games empfunden. Denn ich bin ganz und gar nich der Meinung, dass jede Vokabel-Lernsoftware in die Kategoie Serious Games fällt. Ebenso wurden im Vortrag die Begriffe Simulation und Spiel, bedeutungsgleich behandelt.

Als Beispiele wurden die üblichen Verdächtigen genannt: Global Conflicts: Palestine, Genius: im Zentrum der Macht, Genius Physik, Task Force Biologie und einige mehr.

Fast lustig finde ich inzwischen, den fast überall und immer wieder angeführten Vorteil von Computerspielen im Gegensatz zu klasssischen Bildungsmedien, dass man mit ihnen bildungsferne Schichten erreichen könne. Ich würde dazu gerne mal empirische Untersuchungen sehen. Kennt da jemand was?

Interessant war aber die Diskussion im Anschluss an den Vortrag. So wurde mir (als gefühlt einzigen Erziehungswissenschaftler unter den Gästen) erneut klar, dass man die Wissenvermittlung mit Computerspuielen nicht allein Technikern und Designern überlassen sollte.

Einige weitere Fragen der Gäste, die ich unkommentiert an dieser Stelle gerne zitieren möchte.

  • […] Gibt es ein Qualitätssiegel? […]
  • […] Wer kontrolliert die Richtigkeit der Inhalte? […]
  • […] Bringt das was? Gibt es irgendwelche Wirkungsforschung? […]

Interessant war der Hinweis von Hernn Wolters, dass die Veranstaltung „Clash of Realities“ eventuell institutionalisiert werden soll. Clash of Realities fand vom 5. bis 7. März 2008 bereits zum zweiten Mal in Köln statt. Ziel der Veranstalter Fachhochschule Köln und Electronic Arts war es das Thema Computerspiele in einen wissenschaftlichen Fokus rücken. Zu den Referenten gehörten u.a. Jesper Juul und James Paul Gee.

3 Antworten zu Ringvorlesung: Games and Beyond – Thema: Serious Games

  1. […] z.B. Vokabeltrainer usw. nicht in die Kategoie Serious Games fällt. (vgl. dazu meinen Post “Ringvorlesung: Games and Beyond – Thema: Serious Games“, vom 30. April 2008.) Außerdem scheint mir, dass einige Spiele oft hauptsächlich als […]

  2. Wey-Han Tan sagt:

    In der JIM-Studie von 2005 des Medienpäd. Forschungsverbunds Südwest (MPFS) wird tatsächlich ein Zusammenhang zwischen der Attraktivität von Computerspielen und dem Bildungsstand hergestellt, wobei im Vergleich von Realschülern zu Gymnasiasten postuliert wird:
    „Mit zunehmender Bildung geht […] das Interesse an […] Computerspielen […] zurück“.
    Siehe Jim-Studie 2005, S.21

  3. cwxwwwxdfvwwxwx sagt:

    well, hi admin adn people nice forum indeed. how’s life? hope it’s introduce branch😉

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