Beitragsreihe: „Kompetenzentwicklung durch Computerspiele(n)?“

nach dreimonatiger Blogpause werde ich heute eine Beitragreihe zum Thema „Kompetenzentwicklung durch Computerspiele(n)?“ starten. Im Wintersemester 2007/2008 habe ich an dem Geschichtsdidaktik-Vertiefungsseminar „Workshop Kompetenzorientierung“ unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Körber teilgenommenAus dem Veranstaltungskommentar:

[…] In Fortsetzung des Workshops aus dem letzten Semester sollen Fragen und Probleme aktueller Ansätze der Kompetenzorientierung des Geschichtsunterrichts besprochen und eigene Lösungsansätze zur Umsetzung insbes. auf der Basis des Kompetenzmodells „Historisches Denken“ (Schreiber/Körber u.a. 2006) erarbeitet und diskutiert werden.
Arbeitsform: Lektüre und Diskussion aktueller Beiträge zur Kompetenzdebatte; Erarbeitung und Präsentation eigener kompetenzorientierter Unterrichtseinheiten.
Scheinerwerbsmöglichkeit nur möglich für Vertiefungsseminar. Kenntnis des Kompetenzmodells und der Grundlinien der Diskussion wird vorausgesetzt.

In diesem Semester besuche ich das Seminar „Games, Play and Education“ von Wey-Han Tan (Diplompädagoge an der Universität Hamburg). Wey-Han Tan beschäfitigt sich bereis seit langem mit pädagischen Potential von Computerspiel (siehe dazu auch meinen Post von 27. Okotber 2007: „Challenge Everything – Das Computerspiel als (Bildungs)Medium?“)

Aus dem Veranstaltungskommentar:

Können Spiele mit Lern- oder Bildungsziel die blinden Flecken einer stratifizierten Informationsgesellschaft ausgleichen, die zunehmend nach lebenslangen, selbstständigen Lernern verlangt? Ein Spieler spielt üblicherweise intrinsisch motiviert und angstfrei, während er neues Wissen auf eine problemorientierte, hochkontextualisierte Weise erfährt und anwendet, in einer kontrollierten, künstlich geschaffenen Umgebung – und hat nicht zuletzt sogar Spaß dabei.
Wenn das faktische, praktische oder reflektive Spielwissen in einen realweltlichen Zusammenhang für den Spieler überführt werden könnte, dann hätten wir eine ideale Bildungs- bzw. Lernsituation (oder ein blutiges Massaker).
Die beeindruckende Grafik und Physiksimulation moderner Computerspiele führt aber zu einem gängigen Fehlschluß: Wir spielen Spiele nicht, weil sie so realistisch sind – sondern weil sie es eben nicht sind.
Spiele sind auf verschiedenen Ebenen wirkungsvolle Lernumgebungen, die aber ebenso voller Widersprüche stecken.

Dazu werde ich auch an der Ringvorlesung an der „Games and Beyond“ teilnehme. Die Ringvorlesung findet immer Dienstags an der HAW Hamburg statt. Mehr dazu gibt´s im Web unter: http://www.gamecitylab.haw-hamburg.de. Wie ich erfahren habe, werdem dort auch Serious Games und E-Learning thematisert.

Im Rahmen meiner Beitragsareihe werde ich versuchen das Strukturmodell von Körber und Schreiber auf Serious Games zu beziehen. Dazu werde ich natürlich einige Publikationen, die im Rahmen des Projektes „FUER Geschichtsbewusstsein“ entstanden sind nutzen. Mehr Infos zum Projekt gibt es unter: http://www.fuer-geschichtsbewusstsein.de

Kompetenzen historischen Denkens

Körber, Andreas/Schreiber, Waltraud (Hgg.):
Kompetenzen historischen Denkens. Ein Strukturmodell und Beiträge zur Entwicklung von Bildungsstandards. Neuried 2006 (im Druck).

Geschichte spielen

Witschi, Beat (Hg.): Geschichte spielen. Simulationsspiele im Geschichtsunterricht. Neuried 2006. Mit CD-ROM.

Eine Antwort zu Beitragsreihe: „Kompetenzentwicklung durch Computerspiele(n)?“

  1. […] computerspieledas auch nicht verstehen. > > Nein, er braucht sich nicht der Genres zu bedienen, die einem ein > > Pseudofachblatt vorgibt. > > wenn man über etwas reden will sollte man es schon korrekt benennen > können – wenn ich zb. für ein fahrverbot für lkw bin sage ich auch > nicht “große fahrzeuge” (was jeder beliebig auslegen könnte). Aber das ist eine gesetzlich festgelegte Einteilung, so wie die verschiedenen Jugendschutz-Kriterien (Gewaltdarstellungen, Gewaltverherrlichung o.ä.). Die sind bei der Diskussion aber nicht hilfreich, denn es geht ja gerade darum die Grenzen neu abzustecken. Genres sind dagegen eine Einteilung innerhalb der Spieler-Community, die auch öfters erweitert werden müssen, weil Spiele neue Wege gehen oder nicht klar einzuordnen sind. Für eine Verbots-/Jugendschutzdiskussion sind die IMHO kaum hilfreich. > und das mit dem “pseudo” verstehe ich auch wieder nicht – wenn jemand > computerspiele in kategorien einteilen kann dann ja wohl die leute > die dich jahrelang ausschließlich damit beschäftigen oder ? Genau! Jugendschutzeinteilungen für Filme sollten auch ausschließlich Leute machen, die seit Jahren nachweislich mehr als 5h/Tag Pornos schauen, denn die kennen sich ja wohl am besten damit aus, oder? Mann mann mann, hier geht’s nicht um irgendwelche bunten Game-Reviews, sondern darum welche Spiele wie in den Handel kommen. > > Herr Kaminski wollte damit aussagen, dass man Spiele, die einem nicht > > gefallen, nicht mit allen existierendne Spielen gleichzusetzen sind. > > Das ist kein Populismus, sondern Meinungsäußerung nach persönlichem > > Geschmack und Ermahnung zu Differentiation. > > seine meinung ist ja auch ok so… es geht nur um dieses eine wort – > das hätte er nicht schwammiger formulieren können. ich hab das gefühl du hast nicht nur das wort sondern den ganzen satz nicht verstanden… […]

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