Serious Games sind wie Scheiblettenkäse, der den Broccoli verstecken soll…

inspired by: World of Borecraft. Never play a video game that’s trying to teach you something.
von

Peters nimmt in seinem Artikel die Grundprobleme von pädagischen Computerspielen (serious games) auf vergnügliche Art aufs Korn. Um ein bischen Lust auf diesen lesenswerten Artikel zu machen, habe ich hier einige Passagen zitiert, frei übersetzt und grafisch umgesetzt.

velvet1.jpg

Computerspiele pädagogisch zu machen ist wie den Broccoli unter Scheiblettenkäse verstecken. Jeder würde den Broccoli trotzdem schmecken.

[…] Making games educational is like dumping Velveeta on broccoli. Liberal deployment of the word blaster can’t hide the fact that you’re choking down something that’s supposed to be good for you. […]

Die Grafik und das Gameplay in moderner edutainment software haben sich seit ihren Anfangszeiten zweifellos verbessert. Aber das fundamentale konzeptionelle Problem existiert immer noch: Sinnloses, langweiliges Aufsagen/Wiederholen grafisch zu animieren macht Aufsagen/Wiederholen nicht weniger sinnlos oder langweilig. Kein gesunder Angestellter von Cold Stone Creamery wird sich hinters Licht führen lassen und glauben, dass das Spiel Stone City irgendetwas anderes wäre als eine Trainingseinheit. Es muss doch irgendeine bessere Möglichkeit geben didaktische Computerspiele zu machen.

[…] The graphics and game play in modern edutainment software have certainly improved since Mavis Beacon’s heyday. But the fundamental conceptual problem still remains: Animating mindless, boring repetition doesn’t make the repetition any less mindless or boring. No sane Cold Stone employee will be fooled into thinking that Stone City is anything other than a soul-crushing training exercise. Can’t there—please, God—be some better way to do didactic gaming? […]

Dias Grundproblem ist, dass es leichter ist einen Entertainment-Titel pädagogisch zu machen als einem pädagoschen Computerspiel (serious game) Spielspaß zu injizieren.

[…] The basic issue here is that it’s easier to make a fun game educational than it is to inject fun into an educational game. […]

andere Reaktionen auf den Artikel:

2 Antworten zu Serious Games sind wie Scheiblettenkäse, der den Broccoli verstecken soll…

  1. Wey sagt:

    Meiner Meinung nach besitzen ‚gut‘ gemachte Edutainment-Spiele ihr eigenes Gefahrenpotenzial, insbesondere, wenn das Know-How allmählich zunimmt, wie man dem Broccoli allmählich Käsegeschmack geben kann (siehe z.B. das Institute for creative technologies). Wenn sich Spiele als nahtlose Träger von Inhalten verwenden lassen, also als ‚unsichtbares‘ Lehrmedium funktionieren, dann besteht die Gefahr genau in dieser Unsichtbarkeit. Die Sims oder America’s Army sind bereits funktionierende Lehrmedien, werden aber kaum als solche wahrgenommen. Funktionierende Edutainmentsoftware ohne ein erhöhtes Bewußtsein der Spieler, womit sie da eigentlich spielen (bzw. was da mit ihnen spielt) ist wie jedes andere unreflektierte Medium eine gefährliche Sache…

  2. Hier noch ein Artikel der Bezug auf Justin Peters nimmt:

    Interstitial games, von Darshana Jayemanne vom 01. Juli 2007

    http://www.gameology.org/blog/interstitial_games

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