„Left Behind: Eternal Forces“ ein christliches Ballerspiel

Inspired by: Telepolis, vom 31. Mai 2005: „Materieller und spiritueller Krieg gegen den Antichrist“

In Zuge meiner Recherchen zu Computerspielen, welche die arabische Seite des Naost-Konfliktes beleuchten, bin ich auf das us-amerikanische Spiel „Left Behind: Eternal Forces“ gestossen, das im letzten Jahr überaus kontrovers diskutiert wurde.

Der Hersteller läßt den Spieler und mit reichlich Gewalt gegen die bösen Kohorten des Anti-Christen  antreten…

zum Artikel bei Telepolis

zur Website des Herstellers

2 Antworten zu „Left Behind: Eternal Forces“ ein christliches Ballerspiel

  1. Blitzechse sagt:

    [quote]Aus dem Artikel bei Telepolis: „Offenbar ist das Kämpfen mit allen Mitteln einer der „positiven“ christlichen Werte, wie dies auch bei America’s Army, dem Propagandaspiel der US-Army, der Fall ist. Während dort aber immer nur gegen die Bösen gekämpft werden kann, bietet das erste Spiel „Eternal Forces“, bei dem man einen „materiellen und spirituellen Krieg“ mit Gebeten und modernen Waffen führt, auch die Möglichkeit, die Seiten zu wechseln und mit dem Anti-Christ und seinen Global Community Peacekeepers gegen die aufrechten Christen zu kämpfen. Die setzen auch Dämonen ein, die sich von den Christen ernähren, während auf deren Seite die Engel kämpfen. Auf welcher Seite aber immer man steht, es geht ums Töten der Anderen. Schauplatz des Endkampfs ist New York.“[/quote]

    Propaganda ist das letzte was man in Computerspielen braucht – zumal, wenn man eine öffentliche Meinung dazu gewinnen will, Videospiele als didaktischen Lehr-/Lernträger in schulischen und universitären Unterricht zu unterstützen. Amerca’s Army ist dabei sicherlich schon eklig, wenn das Pentagon die ersten 100 Spieler der Rankings zum Bewerbungsgespräch einlädt.

    Dies hat aber nur die Tür aufgestoßen, um z.B. im genannten Spiel religösen Fanatikern ein Forum zu bieten – besonders geschmackvoll ist dabei wie ich finde der Endkampf um New York. Nachdem im letzten Jahr auch der Iran die Entwicklung eines Multiplayer-Shooters angekündigt hat, der nach dem Vorbild der schwedischen Battlefield Reihe (EA) funktionieren soll, hätte man gedacht, es könnte einen kaum noch etwas schocken. Während sich bei dessen Vorbild jedoch – auch schon grenzwertig beim guten Geschmack – im Nahen Osten bewaffnete Armeen gegenüberstehen, ist beim iranischen Machwerk der Einsatz von Selbstmordattentätern und Religionsfanaten zu erwarten.

    Ich finde, man kann sich nur die Haare raufen, wenn politische oder religiöse Gruppierungen welcher Art auch immer mit Mord und Totschlag in Videospielen Meinung machen wollen. Ich meine, was könnten wir denn noch erwarten? Bringen demnächst irgendwelche Wirrköpfe noch Spiele heraus, die den Holocaust leugnen?

    Es ist vor diesem Hintergrund quasi verrückt, dass die Mehrzahl der Lehrer und Eltern, sowie die meisten Weißlocken im Regierungen und Parlamenten angesichts der Computerspieles ratlos sind wie ein Eingeborener im Urwald angesichts eines Toasters. Verbote indes, Herr Beckstein, bringen gar nichts, solange jeder 12-jährige mit seinem DSL-Anschluss innerhalb von wenigen Stunden jedes Spiel – zugegebenermaßen illegal – auf ihrem Rechner haben.

    Einzig das wachende Auge der Eltern kann da etwas verhindern – lernen Sie endlich wieder sich durchzusetzen, achten Sie auf das, was die Kinder spielen, und verstecken Sie sich nicht hinter den Lehrern, den Politikern und der Gesellschaft.

    SIE können ihre Kinder vor diesem Schund bewahren – niemand sonst.

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