Konferenzbericht: Das Internet als Raum Historischen Lernens

Das Institut für Zeit- und Regionalgeschichte der Universität Flensburg veranstaltete die Konferenz “Das Internet als Raum Historischen Lernens“ in Schleswig vom 8. bis 10. Februar 2007.

Die Konferenz sollte Vertreterinnen und Vertreter aus der Geschichtsdidaktik, aus dem Referenzbereich Museologie, den Medienwissenschaften, dem Verlagswesen und der Medienproduktion ins Gespräch bringen.

Aus den Ausgangsüberlegungen für die Konferenz:

[...] Zu leicht, so mutet es an, neigt die Geschichtswissenschaft dazu, mindere Qualität des historischen Vermittlungsangebots in digitalen Medien zu beklagen, aber schließlich als gegeben hinzunehmen. Man scheint zu kapitulieren, wo Kritik, Auseinandersetzung und‚Einmischung‘ angesagt wären. Gerade weil marktorientierte massenmediale Geschichtsvermittlung so wirkmächtig scheint, ist der Versuch einer fachdidaktischen Normensetzung – oder jedenfalls Verbesserung – der kommerziellen oder ‚freien‘ Angebote sinnvoll. Auch sollten akademische und bildungsorientierte Vermittler die kritisierte Konkurrenz nicht scheuen, sondern gegebenenfalls durch eigene Produkte zu übertreffen versuchen.

Waldemar Grosch von der Pädagogischen Hochschule Weingarten bot in einer Bestandesaufnahme einen Überblick über den aktuellen Stand von Neuen Medien im Geschichtsunterricht. Unter anderem problematisierte er die geschichtsdarstellung Computerspielen mit historischer Thematik wie z.B. medal of honor und kritisierte den hohen Frustationsgrad in Lernspielen wie Supertoni und
Burgund. Ein Reiseabenteuer , die meines Erachtens allerdings auch schon in seiner Monographie “Computerspiele im Geschichtsunterricht” aus dem Jahr 2002 Erwähnung fanden.


Weitere Bilder

Peter Haber bedachte im Rahmen des Vortrages „Historische Narrationen im digitalen Zeitalter“, aber auch in den informellen Gesprächen während der Tagung, die Geschichtsschreibung mit/in/über Second Life und prägte den Begriff “second history”, den ich in einem eigenen Post in der nächsten Zeit aufgreifen möchte.

In eigener Sache: Das von mir und Tatjana Timoschenko entwickelte Simulationskonzept mit dem Arbeitstitel “Römer und Germanen 2.0″ fand in dem Vortrag „Kompetenzorientiertes Lernen im virtuellen Raum?“ von Andreas Körber Erwähnung. “Römer und Germanen 2.0″ soll eine Online-Simulation einer Multimediaproduktion für Schüler und Studenten werden. Das Konzept wurde erstmals im Rahmen eines Vortrages auf der Tagung “Historisches Lernen online am Beispiel ausgewählter multimedialer Anwendungen” (Programm) an der Universität Hamburg am 08. Dezember 2006 vorgestellt. Näheres zum Konzept werde ich demnächst bekannt hier geben, da ein Teil der damaligen Ausführungen noch verschriftlicht werden müssen, bei bestehendem Interesse kann ich aber die Präsentation per E-Mail zu senden.

Die Veranstaltungsteilnehemer und Blogger Jan Hodel und Peter Haber posteten parallel zur Tagung eine “notiz-artige Gesamtschau”:

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